Datenauslesung und Steuerung übers Webinterface

Gute Fachkräften, die sich mit aktueller Technologie auskennen, sind in der Hydraulikbranche heute aus verschiedenen Gründe schwer zu kriegen. Ein neues Schulungskonzept, das E-Learning mit Praxistraining verbindet, soll Abhilfe schaffen.

Ein Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Wandels ist in allen technischen Bereichen nicht mehr wegzudiskutieren. Ist es aber nur der demografische Wandel oder sind auch andere Faktoren ausschlaggebend? In keiner anderen Antriebstechnologie ist der allgemeine Wissensstand aufgrund der nicht ausreichenden Ausbildung so gering wie in der Hydraulik. In den Ausbildungsrahmenplänen der Metallberufe ist die Hydraulik kein fester Bestandteil der Erstausbildung. Dabei ist die Fluidtechnik mit einem Umsatz mit 8,2 Milliarden Euro (laut VDMA) aus dem deutschen Maschinenbau nicht wegzudenken.

Woher kommt der Fachkräftemangel in der Hydraulik? Aus Zeitmangel und durch fehlende Konzepte an Berufsschulen und den Ausbildungsbetrieben wird in der Regel auf die Vermittlung von Kenntnissen in der Hydraulik verzichtet und stattdessen versucht, die Inhalte über die Pneumatik zu vermitteln, mit dem Nachsatz, dass die Pneumatik genauso funktioniert wie die Hydraulik, „nur halt mit Öl“. Dazu kommt die technische Weiterentwicklung der Hydraulik in den letzten Jahren, die mit gigantischer Geschwindigkeit ablief. Wir reden heute über Predictive Maintenance, hybride Systeme mit synchrongetriebenen Pumpen, hochdynamischen Achsen und Energieeffizienz. An vielen Stellen feilen die Entwickler, um die Technik noch besser zu machen. Doch auf diesem Weg vergessen wir mit einer ebenso großen Geschwindigkeit die Menschen, die mit diesen Systemen arbeiten, sie warten und instandhalten. Dabei muss deren Know-how mit der technischen Entwicklung Schritt halten. Hier braucht es moderne, attraktive Bildungskonzepte, um auch die Technologie attraktiv zu machen.

Schulungskonzepte modernisieren

Der Wermutstropfen bei vielen Aus- und Weiterbildungsangeboten ist, dass sie sich beim Zeitaufwand und auch den Kosten ganz schön zu Buche schlagen. Das Unternehmen SK ATT hat deshalb ein neues Konzept entwickelt, das Praxistraining mit E-Learning verbindet. Es soll bei relativ geringem Kosten- und Zeitaufwand große Lernerfolge ermöglichen.  Das Unternehmen beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Qualifizierung von Fachkräften aus der Instandhaltung und dem Service und vermitteln dabei das Wissen zur systematischen Störungsanalyse in Hydraulikanlagen. Pro Jahr schult der Anbieter mehr als 3000 Menschen aus unterschiedlichen Branchen und hat dabei festgestellt, dass es oft an den Grundlagen fehlt. Dabei wird sich der Fachkräftemangel künftig wohl eher verschärfen. Umso wichtiger ist es, schnell zu handeln.

Neben der Reformierung der Ausbildung in diesen Bereichen müssen auch weitergehende Maßnahmen für die langfristige Entwicklung des Personals getroffen werden. Hierbei gibt es verschiedene Ansätze. Einer davon ist das sogenannte Blended-Learning. Dieser Begriff bezeichnet Schulungskonzepte, bei denen klassisches E-Learning durch praktische Übungen erweitert wurde. In diesem Bereich ist der Skillroom von SK ATT angesiedelt.

Das Unternehmen liefert dazu per LKW einen Container, der als mobiler Schulungsraum dient. Darin befinden sich ein interaktives E-Learning-System und wahlweise ein Arbeitsbereich mit praktischen Aufgaben, inklusive Geräte, Unterlagen, Werkzeuge und Materialien zum Absolvieren des Trainings. Teilnehmer arbeiten im Training mit einem interaktiven E-Learing-System, das Wissen vermittelt, Abläufe erklärt und durch die praktischen Übungsaufgaben führt. Jeder Arbeitsschritt wird erläutert und anschließend geprüft. Teilweise kann das nächste Lern-Modul beziehungsweise die nächste Übung erst aufgerufen werden, wenn die vorangegangene Einheit erfolgreich abgeschlossen wurde. Mögliche Themen sind beispielsweise Rohr- und Schlauchleitungsverlegung in der Hydraulik oder Schneidringmontage am Hydraulikrohr.

Ein-zu-eins-Schulung verhindert Wartezeit

Den mobile Schulungsraum nutzt jeweils nur ein Teilnehmer. Das führt aus Teilnehmersicht zu einem Effizienzvorteil gegenüber klassischen Fortbildungen, bei denen praktischen Übungen in der Gruppe stattfinden: Denn dabei können die Teilnehmer die praktische Trainingseinheit in der Regel nur nacheinander angehen, wodurch sich zum Beispiel eine Übung zum Rohrbiegen, die eigentlich nur zehn Minuten dauert, schnell auf eineinhalb Stunden summiert. Dazu kommt, dass beim mobilen Schulungsraum die Anreisezeit für die Teilnehmer entfällt, da der Schulungsraum ja zum Teilnehmer kommt, nicht andersherum.

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